Lagerbestandsverwaltung: Optimieren mit System!

Lesezeit: 3 Min

Bestandsverwaltung für Fässer im Lager

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Waren und Güter, die von Unternehmen gelagert werden, unterliegen bestimmten Vorgaben sowohl hinsichtlich ihres Bedarfs wie auch ihrer jeweiligen Spezifikation. Verantwortlich hierfür innerhalb eines Betriebes ist die Lagerbestandsverwaltung oder Lagerverwaltung unter Anwendung verschiedener Methoden.

Lagerbestandsverwaltung Definition

Üblicherweise bevorraten sowohl produzierende wie handeltreibende Firmen bestimmte Güter ihres Geschäftsbereichs, um auf Produktions- und Kundennachfragen rechtzeitig reagieren zu können. Es besteht also die Notwendigkeit, diese Artikel in bestimmten Mengen auf Lager zu haben und sowohl die Entnahme, die Lagerung sowie den Nachschub innerhalb des Bestandsmanagements zu organisieren. Dabei sind unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen, deren genaue Rahmenbedingungen von der Art des Unternehmens abhängig sind. Dies alles ist ein Teil der Lagerbestandsverwaltung, die wiederum in modernen Unternehmen ein integrativer Bestandteil eines ERP-Systems oder eines Warenwirtschaftssystems ist.

Die Lagerverwaltung

Der Umfang der Lagerbestandsverwaltung ist abhängig von der Menge geführter SKUs sowie deren Beschaffenheit, die es zu verwalten gilt. In der einfachsten Form genügt zur Organisation im Prinzip ein handgeführtes Lagerbuch, für dessen Pflege der jeweilige Bestandsmanager verantwortlich ist. In der Praxis ist dies aber nur bei Kleinstunternehmen umsetzbar.

Die Lagerbestandsverwaltung per Excel stellt einen bereits weiterführenden, auf Software basierenden Schritt dar, die eine wesentlich umfangreichere Lagerbestandsverwaltung erlaubt, jedoch in der Vernetzung etwa zu einem ERP-System nicht unbedingt das Optimum ist. Letztlich ist eine Lagerbestandsverwaltung via Excel eine Lagerverwaltung, in der weitere Aspekte nur unzureichend berücksichtigt werden können und die viel manuelle Arbeitsprozesse beinhaltet.
Lagerbestandsverwaltung Mitarbeiter
In der Lagerbestandsverwaltung etwa bei Großhändlern und Lieferanten sind nicht nur die klassischen Lagerkennzahlen wie der durchschnittliche Lagerbestand, die Umschlagshäufigkeit oder die durchschnittliche Lagerdauer von Bedeutung. Gerade heute bestehen einerseits durch die fortschreitende Zertifizierung der Unternehmen und andrerseits durch gesetzliche Vorgaben weit mehr Aufgaben, die im Lager zu erfüllen sind.

Lagerbestandsverwaltung im Großhandel und bei Lieferanten

Großhändler und Lieferanten dienen dem Handel wie der Produktion als Zwischenhändler bestimmter Produkte und Güter, deren Beschaffung und Bevorratung in größerer Menge für spezialisierte Unternehmen nicht wirtschaftlich wäre und die keine eigenen Bezugsquellen besitzen. Zudem sind Großhändler und Lieferanten längst ein wichtiger Bestandteil in der logistischen Kette, im Besonderen in Bezug auf just-in-time oder neuerdings vermehrt just-in-case.

Innerhalb dieser Aufgaben stellt die Lagerbestandsverwaltung einen vielfältigen Prozess dar, der sich anhand der Beschaffenheit der Waren und Güter und dem Bedarf ausrichtet. So kann ein Lager, etwa im Nahrungsmittelsektor, zur Reifung von Früchten oder Gemüse dienen genauso wie zur Konservierung etwa durch Tiefgefrieren. Das sind nur zwei Beispiele, die explizit im Großhandel stattfinden, da sich der Unterhalt einer entsprechenden Infrastruktur erst ab einer bestimmten Lagermenge rechnet. Mit der entsprechenden Software sowie einer auf Maschinenlesbarkeit orientierten Lagerstruktur lassen sich praktisch alle lagertechnischen Vorgänge optimieren. Dabei entsteht eine Prozesskette, die letztlich dazu führt, dass sich ein fast ideales Verhältnis zwischen Wareneinsatz und Lagerkosten ergibt.

Natürlich kann eine Software zur Lagerbestandsverwaltung nicht alle Unwägbarkeiten voraussehen, allerdings können verschiedene Parameter jederzeit geändert oder hinzugefügt werden, um ein mögliches Optimum zu erreichen. Saisonal bedingte Liefer- wie Nachfrageschwankungen, Lagerzeitabläufe, die Festlegung von optimalen Mindestbestand und selbst die automatische Lagerauffüllung lassen sich unter anderem über ein Bestandsverwaltungssystem kontrollieren.

Lagerbestandsverwaltung - LKW auf Strasse

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Lagerbestandsverwaltung von Gefahrstoffen, deren Liste täglich länger wird. Was bis vor wenigen Jahren oder erst im letzten Monat noch eine harmlose Flüssigkeit war und keiner besonderen Anforderung unterlag, kann heute ein Gefahrstoff sein, der bestimmte Lagerbedingungen benötigt. Hier zeigt sich eine gute Lagersoftware durch die Möglichkeit, alle Gefahrstoffdaten regelmäßig aktualisieren zu können oder automatisch zu aktualisieren und einen Abgleich mit dem Bestand vorzunehmen.

Moderne Lagerverwaltung zeigt sich durch eine alle Bereiche umfassende Vernetzung über ein Lagersoftware-Modul oder eine eigenständige Lagersoftware, deren Prozesskette bei der Verwaltung von Lieferterminen beginnt, über den Wareneingang und die Wareneingangskontrolle geht, den Bestand unter Berücksichtigung der Spezifikation und des Bedarfs verwaltet und gleichzeitig die Lagerinfrastruktur verwaltet.

Fazit

Um die Lagerhaltungskosten zu senken und gleichzeitig den Bestand zu optimieren, ist es notwendig die eigene Lagerbestandsverwaltung zu optimieren. Dafür bestehen verschiedene Möglichkeiten. Gute Erfolgsaussichten bietet eine Lagerbestandssoftware, die oft als klassisches ERP Add-on geliefert werden, keine zusätzliche IT-Intrastruktur oder Software benötigen (da sie cloudbasiert sind) und schnell implementierbar sind.

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