Was einen modernen Supply Chain Manager auszeichnet

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Dominik Seidel   19 April 2018


Supply Chain Manager hinter Dashboard

Inhaltsverzeichnis

  1. Supply Chain Manager Definition
  2. Supply Chain Manager Job - Herausforderungen
  3. Supply Chain Manager Aufgaben
  4. Supply Chain Manager Ziele


Supply Chain Manager sind inzwischen für jedes produzierende und handeltreibende Unternehmen unerlässlich, um eine konstante Versorgung der Lieferkette zu garantieren. Doch diese Rolle wird nicht nur immer wichtiger, sondern unterliegt auch einem schnellen Wandel. Bleiben Sie also informiert darüber, welche Herausforderungen, Ziele und Aufgaben sich aktuell hinter dieser spannenden Position verbergen:

Supply Chain Manager Definition

Die Definition, was einen Supply Chain Manager ausmacht, geht Hand in Hand mit der Definition des dahinterliegenden Prozesses – dem Supply Chain Management. Man versteht darunter einerseits den Aufbau und andererseits die Verwaltung und Optimierung von integrierten Logistikketten. Dabei liegt die Priorität gleichermaßen auf dem Warenfluss wie auch auf dem Informationsfluss (z.B. das Managen der Auftragsdaten). Ein Supply Chain Manager ist daher die zuständige Person im Unternehmen, die für die aktive Gestaltung der Vernetzung der Kunden in den entsprechenden Märkten mit den Produkten, Gütern und Dienstleistungen verantwortlich ist.

Supply Chain Manager Job – Herausforderungen

Die Hauptherausforderung liegt in der Vielseitigkeit und den verschiedenen tangierenden Bereichen und Stakeholdern. Wie anfangs erwähnt, geht es im Supply Chain Management nicht nur um das physische Bewegen von Gütern, wie in der Logistik, sondern alle damit in Verbindung stehenden Daten und Systeme sind ebenfalls Teil davon. Die Daten aus dem Supply Chain Management können daraufhin als Input dienen für die angrenzenden Unternehmensbereiche, um diese zu optimieren oder gar erst möglich zu machen. Zum Beispiel kann die Planung einer Maschinenbelegung in der Produktion wesentlich genauer und effizienter erfolgen, wenn einkalkuliert werden kann, wann jedes der benötigten Teile oder Materialien exakt im Lager vorhanden sein wird.

Supply Chain Management Bestandteile

Daraus ergibt sich ein Netzwerk an Abhängigkeiten und Erwartungen, die an einen Supply Chain Manager von verschiedenen Bereichen des Unternehmens ausgehen. So wird seitens des Bestandscontrolling und des CFOs verlangt werden, möglichst kosteneffektiv zu Arbeiten und Kosten in der Lieferkette und für die Lagerung zu reduzieren. Der Einkaufs- bzw. Lagermanager wird darauf zielen, stets genug Ware im Lager zu haben, um die Auftragsabwicklung aufrecht zu halten. Die Kunden wiederum fordern eine Lieferzuverlässigkeit von nahezu 100% sowie perfekte Service-Level.

So trägt auch die zunehmende Globalisierung dazu bei, dass sich diese Herausforderungen sogar noch verstärken. Denn diese sorgt für immer komplexere, größere und längere Lieferketten, in welchen jedes Glied der Kette perfekt auf die anderen Beteiligten abgestimmt sein muss. Sollte nur ein Rädchen in diesem Prozess ausfallen bzw. die Lieferkette unterbrechen, kann das enorm negative Folgen für alle vor- und nachgelagerten Beteiligten haben.

Supply Chain Manager Aufgaben

Aus den eben genannten Herausforderungen ergeben sich auch die entsprechenden Aufgaben für einen Supply Chain Manager: Er ist Derjenige, der den Überblick über das große Ganze bewahren muss und der verhindert, dass Unternehmenssilos innerhalb der Lieferkette entstehen, sondern stets Transparenz und ein optimaler Daten-, Informations- und Materialaustausch etabliert ist.

So gesehen ist er also für die gewählte Supply Chain Strategie verantwortlich und für die adäquate Umsetzung dieser durch geeignete Prozesse mit Hilfe geeigneter Werkzeuge. Dabei ist vor allem eine proaktive und agile Vorgehensweise Faktor für den Erfolg bei diesen Aufgaben.

Vor allem der zweitgenannte Punkt, der geeigneten Prozesse und Werkzeuge ist heutzutage so wichtig wie noch nie! Im Rahmen der Supply Chain Digitalisierung ändern sich die als optimal gewählten Prozesse/Werkzeuge in Windeseile. Auch hier gilt es als Supply Chain Manager: Überblick bewahren! Man sollte natürlich einerseits evaluieren, was für einen selber die optimale Lösung ist und anderseits aber auch schauen, was die Partner der Lieferkette im Einsatz haben oder planen einzusetzen. Denn kompatibel zu sein mit den Systemen und Schnittstellen der Lieferanten, Zulieferer und Kunden ist mindestens genau so wichtig.

Lagerhalle mit Produkten

Einer der Kernaufgaben für den Supply Chain Manager ist das Bestandsmanagement und die Bestandsoptimierung. Denn nur wenn die richtigen Produkte und Materialien zur richtigen Zeit in der richtigen Menge am richtigen Ort sind, kann ein Unternehmen erfolgreich wirtschaften. Je nach Art des Unternehmens umfasst das Nachfrageprognosen, (automatisierte) Auffüllungen im Lager, Management von Saisonalitäten und vielen weiteren Faktoren. Der Supply Chain Manager muss sich also im Klaren werden, wie er diese Situation möglichst gut in den Griff bekommt und die richtigen Prioritäten setzen. Etwa kann man heutzutage mit geeigneter Software die Nachfrageprognosen automatisch erstellen und berücksichtigen lassen, und muss dieses nicht mehr manuell durchführen.

Supply Chain Manager Ziele

Auch die Ziele lassen sich ableiten von den Herausforderungen und Aufgaben eines Supply Chain Managers, wobei auch hier der Faktor IT und Software einen großen Stellenwert einnimmt. Soll heißen, dass der moderne Supply Chain Manager von heute ohne Unterstützung von fortschrittlicher Software seine gesetzten Ziele nahezu unmöglich erreichen kann.

Primär beinhaltet dies, Kosten zu senken durch optimale Prozesse und Werkzeuge. Anhand dieses Kriteriums wird nahezu jeder Supply Chain Manager gemessen werden. Natürlich sollte unter den Kosteneinsparungen dann nicht die Qualität oder Liefertreue leiden. Zurückkommend auf das Beispiel vom Bestandsmanagement, könnte der Manager z.B. anpeilen, stets die optimale Menge jeden Artikels lagernd zu haben. Daher Überbestand zu vermeiden und gleichzeitig Unterbestand zu minimieren um damit die Liefertreue und Kundenzufriedenheit hoch zu halten.

Mindestens genau so wichtig ist die Flexibilität Ihrer Organisation! In der heutigen Zeit können spezielle Promotion-Aktionen Ihrer Konkurrenten oder andere unvorhergesehenen Nachfrageschwankungen dafür sorgen, dass sie Ihre Lieferkette schnellstmöglich anpassen müssen. Auch dabei kann der Informationsfluss durch Software gefördert werden. Z.B. indem bei Unstimmigkeiten automatisch Benachrichtigungen von Ihren Lieferanten übermittelt werden bzw. Sie selber solche Meldungen kommunizieren. Auch der Kunde von heute fordert diese Flexibilität – es wird erwartet, dass sein Produkt zur angegebenen Zeit ausgeliefert wird – auch wenn Sie dafür im Hintergrund durch gegebene Umstände Änderungen vornehmen müssen.

Insgesamt ist also das finale Ziel eines jeden Unternehmens, den Kunden zufrieden zu stellen, indem dieser seine Bestellungen und in Auftrag gegebene Leistung wie vereinbart erhält. Das Supply Chain Management kann in dieser Hinsicht maßgeblich beitragen und die Loyalität der Kunden sowie aber auch Partner und Zulieferer enorm kräftigen.

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Supply Chain Management