Supply Chain Trends 2017 – Bewahren Sie den Durchblick!

Lesezeit: 10 Min

Tags: Blog, Branchen-Neuigkeiten, Technologie

Dominik Seidel   3 Januar 2017


Supply Chain Trends 2017 Knopf

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung zu den Supply Chain Trends 2017
  2. 1 Supply Chain Visibility und Collaboration
  3. 2 Cloud Technologie & SaaS
  4. 3 Automation & Internet of Things
  5. 4 Digitalisierung & Business Intelligence
  6. 5 Annäherung zwischen Handel und Logistik
  7. 6 Wiederaufgreifen von Tax-Efficient Supply Chain Management
  8. 7 Veränderung der Produktlebenszyklen
  9. 8 Nachhaltigkeit
  10. 9 Kunde rückt in den Fokus der Supply Chain
  11. 10 Mobiles Wachstum
  12. Fazit Supply Chain Trends 2017

Einleitung zu den Supply Chain Trends 2017

Soeben neigte sich das Jahr 2016 dem Ende zu und das neue Jahr steht vor der Tür und damit auch neue Supply Chain Trends 2017. In einem sich schnell wandelnden Geschäftsfeld wie der Logistik und Supply Chain bedeutet das wiederum, dass ein neues Jahr mit maßgeblichen Entwicklungen, Innovationen und Trends bevorstehen wird. Nicht zuletzt wegen den jetzt schon dominierenden Themen wie etwa der fortschreitenden Digitalisierung und Globalisierung, die schon dieses Jahr für reichlich Veränderungen gesorgt haben. Als Unternehmen, dass in dieser Branche tätig ist, ist man gezwungen, kontinuierlich seine Prozesse und Strategie zu adaptieren, um konkurrenzfähig zu bleiben oder optimaler Weise Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Der nachfolgende Artikel soll die von Experten prognostizierten Supply Chain Trends 2017 erläutern und für Sie als Ansatzpunkt dienen, um Ihre Unternehmensplanung und -strategie bestmöglich auszurichten:

1) Supply Chain Visibility und Collaboration

Der erste, identifizierte Trend lässt sich unter dem Begriff “Supply Chain Visibility” (SCV) zusammenfassen. Darunter versteht man, dass zunehmend die Erzeugung und Aufrechterhaltung von Transparenz eine signifikante Rolle in globalen und vernetzten Lieferketten spielt. Grund hierfür ist, dass Transparenz im großen Stil dazu beitragen kann, Warenbestände sowie Warenströme zu optimieren. Im Detail lassen sich durch ein optimiertes Lieferkettenmanagement und das Bereitstellen von relevanten Daten unter allen beteiligten Stakeholder frühzeitig Probleme, beispielweise Lieferengpässe erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten.

Somit werden die Faktoren Planbarkeit, Ressourcenauslastung und Prozesseffizienz um ein Vielfaches erhöht. Im Vorfeld ist es jedoch wichtig, alle Stakeholder miteinzubeziehen und zu erreichen, dass die Datenschnittstellen reibungslos und automatisiert funktionieren. Bereits ein fehlerbehaftetes Glied in der Lieferkette kann dazu beitragen, dass die Gesamtperfomance erhebliche Einbußen erleidet. Neben den Schnittstellen sind darüber hinaus eindeutig definierte Verantwortlichkeiten und funktionsübergreifende Prozesse erfolgsentscheidend. Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat diese Thematik untersucht und kam zu dem Ergebnis, dass eine gute SCV dazu beitragen kann, beispielweise Lieferbereitschaftsgrade zu erhöhen oder Frachtkosten zu senken.

2) Cloud Technologie & SaaS

Supply Chain Trends 2017 Cloud

Der nächste Trend aus der Kategorie Supply Chain Trends 2017, nämlich Cloudbasierte Software, welche in Form von Software-as-a-Service (SaaS) angeboten wird, hat sich in den letzten Jahren schon mehr und mehr etabliert und wird auch 2017 noch ein sehr großes Thema von Interesse sein für Unternehmen. Vor allem die hohe Flexibilität hierbei wird ein entscheidender Faktor für die stetig ansteigende Verbreitung solcher Lösungen in Logistik und Supply Chain darstellen: Oft kann solche Software nämlich an bestehende Systeme andocken und ohne großen Implementierungsaufwand in Betrieb genommen werden. Somit kann das jeweilige Unternehmen die laufenden Systeme lückenlos weiterbetreiben und gleichzeitig je nach Bedürfnissen flexibel, skalierbar und kostengünstig auf Cloudbasierte Erweiterungen zurückgreifen. Auch kostentechnisch gesehen kann sich das als äußerst lukrativ erweisen, da in der Regel keine hohen Anschaffungsgebühren anfallen, sondern lediglich eine Nutzungsgebühr.

Es wird prognostiziert, dass bis zum Jahre 2020 ein Großteil der Technologien aus dem Supply Chain Bereich als SaaS Lösung angeboten werden. Derzeit haben einige Unternehmen oft noch Sicherheitsbedenken bezüglich Cloud Computing, was aber auch dazu führt, dass die Standards hinsichtlich der Datensicherheit von Anbietern solcher Produkte immer strikter werden, um diesen Bedenken entgegenzuwirken.

3) Automation & Internet of Things

Hand in Hand mit der eben erwähnten Cloudtechnologie geht das zunehmende Streben nach vollständiger Automatisierung, bei welcher auch das „Internet of Things“ (IoT) eine große Rolle spielt. Im Bereich Lager und Logistik ist hier natürlich die RFID Technologie, mittels der automatisch Objekte in einer gewissen Reichweite identifiziert werden können, eines der großen Themen. Zusätzlich lassen sich durch Sensoren und Aktoren die Funktionalitäten nach oben treiben und etwa Zustände von Objekten erfassen oder automatisiert Aktionen auslösen. Somit können also alle Arten von physischen Objekten virtuell abgebildet und/oder in Echtzeit gesteuert werden.

Die Auswirkungen dieses Trends liegen auf der Hand: Je mehr Prozesse und Arbeitsschritte sich automatisieren lassen, desto weniger Mitarbeiter in Logistik und Lager werden benötigt. Hinsichtlich der Supply Chain Trends 2017 wird sich jedoch diese Auswirkung aller Voraussicht nach lediglich auf den Bereich der Lagerarbeit beschränken. Es gibt bereits Ansätze von automatisierten Robotern, die selbstständig Entnahmen und Einlagerungen vornehmen können, technisch gesehen ist das Ganze aber noch nicht komplett ausgereift. Im Logistiksektor werden die Konsequenzen als minimalst gesehen: Zwar werden Vehikel, die automatisch im öffentlichen Verkehr fahren können, derzeit aktuell intensiv erforscht und getestet, bis zu einer Marktreife wird es allerdings noch einige Jahre dauern.

Zurückkommend auf das Thema IoT sah es 2014 noch so aus, dass 43% der befragten Führungskräfte aus dem Fertigungs- und Logistikbereich noch gar nicht wussten, was man unter diesem Begriff versteht. Inzwischen hat sich diese Situation geändert und ist für die meisten Entscheider aus dem Bereich Supply Chain eines der zu evaluierenden Themen für die nahe Zukunft. Gartner sagt voraus, dass bis 2020 sich die Anzahl an IoT-verbundenen Geräten verdreißigfachen wird auf ca. 29 Milliarden Einheiten!

In untenstehender Grafik ist voraussichtliche Entwicklung des IoT bis 2020 in einigen Zahlen ausgedrückt:

Supply Chain Trends 2017 - Internet of Things Grafik

Quelle: Minor Metals Trade Association (MMTA)

 

4) Digitalisierung & Business Intelligence

Neben der schon anfangs erwähnten fortschreitenden Datenvernetzung unter den Stakeholdern wird auch die zunehmend systematische Erfassung, Auswertung und Bereitstellung der internen Daten im Supply Chain Bereich noch stärker Einzug finden. In anderen Unternehmensbereichen gehört dies schon zum Standard, etwa im Kundenbeziehungsmanagement mittels CRM-Systemen oder allgemein auf Basis der Daten des eingesetzten Enterprise Resourcing Planning Systems. Jene Daten können dann in geeignete, für die Geschäftsführung relevante Kennzahlen transformiert werden und dann meist in einer grafisch anschaulichen Form präsentiert oder als Dashboard bereitgestellt werden. Diesen Prozess bezeichnet man auch als „Business Intelligence“.

Im Supply Chain Bereich, etwa im Einzugsbereich des eigenen Netzwerkes und der internen Supply Chain wird dieser Prozess von vielen Unternehmen jedoch noch vernachlässigt. Dies wird sich tendenziell im Rahmen der Supply Chain Trends 2017 ändern und Organisationen werden verstärkt auch in diesem Bereich mehr und mehr auf adäquate Business-Intelligence-Werkzeuge zurückgreifen. Nicht zuletzt, weil auch immer mehr Bewegungs-, Verkehrs- und Bestandsdaten unkompliziert und in Echtzeit verfügbar sind. Auch diese Daten können dann den Entscheidern aus Supply Chain Management, Lager und Logistik in optimaler Weise veranschaulicht werden und so deren Entscheidungen verbessern und beschleunigen.

5) Annäherung zwischen Handel und Logistik

Die Annäherung zwischen Handel und Logistik ist einer der Supply Chain Trends 2017, der eine Fortführung aus diesem Jahr darstellt. Traditionell ist die Grenze zwischen Software-Anbietern, firmenexternen Logistikdienstleistern (3PL) und Beratern schon seit längerer Zeit immer mehr verschwommen und die Bereiche sind teilweise ineinander übergegangen. Was sich neuerdings aber andeutet, ist die Verzahnung der Bereiche E-Commerce und Logistik.

Zum Beispiel hat Amazon dieses Jahr bereits in manchen deutschen Städten damit gestartet, wegzugehen von großen Logistikdienstleistern wie etwa DHL, sondern auf kleinere, lokale Logistik-Dienstleister zurückzugreifen und die vorgelagerten Schritte wie die Disposition der Pakete selbst zu übernehmen. In der Branche geht man bereits davon aus, dass sich dieser Trend 2017 noch ausweiten wird, nicht nur bei Amazon, sondern auch bei anderen E-Commerce Unternehmen.

Aber auch von anderer Seite her, von der Logistik, gibt es ähnliche Entwicklungen. Seit geraumer Zeit hat DHL eine eigene E-Commerce Plattform, bei der ein großes Warenangebot verfügbar ist und die nach dem Kauf nachfolgenden Logistikprozesse logischerweise von DHL übernommen werden.

Zusammenfassend lässt sich prognostizieren, dass sich diese Verschmelzung von Handel und Logistik 2017 noch weiter steigern wird und sich auf andere Sektoren noch ausbreiten wird, wie etwa den Food-Sektor.

6) Wiederaufgreifen von Tax-Efficient Supply Chain Management

Supply Chain Trends 2017 Containerschiff

Ein Konzept, dass schon bekannt ist, nämlich das “Tax-Efficient Supply Chain Management“ (TESCM), wird 2017 nochmals in den Fokus rücken. Darunter versteht man den schwerpunktmäßigen Einbezug von steuerlichen Aspekten der jeweiligen Länder in die Wahl der Standorte und Knotenpunkte der Lieferkette in die Gesamtplanung. Auf Basis dessen legt dann ein zentrales Managementorgan fest, wo optimaler Weise die Assets und Funktionen des Unternehmens anzusiedeln sind. Zusätzlich erfolgt noch eine Risikobetrachtung und -beurteilung nach wirtschaftlichen und rechtlichen Faktoren. Das Ziel ist es ein nachhaltiges Supply Chain Design zu erreichen, das langfristig aus steuerlicher Sicht die größtmöglichen Einsparungen ermöglicht unter Beachtung der Risikokomponenten.

Warum sollte also dieses Thema jetzt im Speziellen für die Supply Chain Trends 2017 nochmals wichtig werden? Grundsätzlich sind Unternehmen immer darauf bedacht, Kosten/Steuern einzusparen. Aber durch die vielen Veränderungen der geopolitischen Situation, sollte man hier nochmals ein besonderes Augenmerk darauf haben. Beispielweise hat Donald Trump angekündigt, den gesamten US Steuerschlüssel abändern zu wollen – etwa die eigene Wirtschaft durch das Hochsetzen von Importzöllen zu stärken. Auch die Situation in Europa mit dem BREXIT und schwächelnden EU-Mitgliedstaaten könnte noch weitreichende Folgen haben, die in die Planung der eigenen Supply Chain bedacht werden müssen!

7) Veränderung der Produktlebenszyklen

Dies ist auch einer der Supply Chain Trends 2017 der sich schon aus den Jahren zuvor fortsetzt, weshalb ich nur kurz darauf eingehen werde: Die Lebenszyklen von Produkten werden immer kürzer und gleichzeitig jedoch immer komplexer. Die Unternehmen schaffen es zwar, innovative Produkte immer schneller zu produzieren, sind aber auch dazu gezwungen, die Produkteinführungszeiten („Time-to-Market“) zu verkürzen, da aufgrund der hohen Vielzahl an Konkurrenzprodukten in den meisten Märkten sonst mit erheblichen Einbußen zu rechnen ist. Nicht nur aus finanzieller Sicht, sondern auch hinsichtlich der Reputation – der Kunde erwartet heutzutage einfach, dass die neueste Technologie schnellstmöglich verfügbar ist.

Jene Situation hat signifikante Folgen für Supply Chain Management und Logistik und sorgt für neue Herausforderungen. Retouren-Management, Bestandsmanagement und Lieferstrategien sind alles betroffene Themenpunkte, die aufgrund dessen konsequent optimiert werden müssen um den gestiegenen Bedürfnissen gerecht zu werden. Falls noch nicht geschehen, sollten 2017 nochmal diese Prozesse im Detail analysiert werden und Ansatzpunkte zur Optimierung und Effizienzsteigerung identifiziert werden und geeignete Maßnahmen entwickelt werden.

8) Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit wird wegen zwei Gesichtspunkten zu einem der Supply Chain Trends 2017 gehören: Einerseits müssen Unternehmen kosten Einsparen, was durch die Integration von nachhaltigen Prozessen und Strategien unter Umständen erreicht werden kann. So steigen weltweit die Energiekosten, was dazu führt, dass nach Mitteln und Methoden gesucht wird, diese zu reduzieren. Beispielweise im Logistikbereich durch den Einsatz von Elektro- oder Hybridfahrzeugen. Andererseits kann auch hier die fortschreitende Digitalisierung ein geeignetes Mittel zum Zweck sein – durch Abbildung aller Dokumente in digitaler Form kann immer mehr auf den Einsatz von Papier verzichtet werden. Dies spart Materialkosten und kann bestenfalls den Organisationsaufwand senken. Striktere Regularien des Staates hinsichtlich des Umweltschutzes tragen auch dazu bei, dass Unternehmen nicht mehr drum herumkommen, diese Thematik fundiert in die Strategie miteinzubeziehen.

Des Weiteren werden die Kunden immer sensibler in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit, Umweltschutz und faire Handels-/Arbeitsbedingungen, auch oft als „Clean-Label“-Bewegung bezeichnet. Nicht zuletzt wegen der immer größeren Bedeutung der sozialen Netzwerke für Firmen, in denen bei Bekanntwerden von etwa ausbeuterischen Methoden gewisser Zulieferer dies schnell zu einem PR-Desaster führen kann und den Ruf der Unternehmen der angeschlossenen Supply Chain erheblich schädigen kann. Es gibt bereits zahlreiche Bewegungen, um den Bedürfnissen der Konsumenten gerecht zu werden, zum Beispiel das Anbieten der Waren unter dem Fair-Trade Label oder eigenen Initiativen, wie den vollständigen Verzicht auf diverse schädliche Produktionsmaterialien. 2017 werden mit großer Sicherheit noch weitere Unternehmen diesem Trend folgen und weitere Initiativen dahingehend ins Leben rufen.

Um eine Größenordnung für den Stellenwert dieses Trends zu erhalten, werfen Sie einen Blick auf folgende Abbildung – dort wird der Wachstum von Produktneuheiten unter umweltfreundlichen Aspekten sowie artgerechter Tierhaltung illustriert:

Supply Chain Trends 2017 - Grafik für Clean Supply Trend

Quelle: Innova Market Insights

 

9) Kunde rückt in den Fokus der Supply Chain

Wie eben schon erwähnt, spielt das Ende der Wertschöpfungskette, sprich der Kunde, eine immer wichtigere Rolle bezüglich der Produktionsplanung. Nicht nur im Bereich individualisierter Produkte, sondern auch bei Serienanfertigungen, die ganz regulär den Weg in die Regale des Handels finden ist dies der Fall. Soll heißen, dass die Kunden meist mit relativ klaren Vorstellungen über Design, Funktionalität und qualitativen Aspekten den Kauf eines Produktes angehen. Können diese Bedürfnisse nicht befriedigt werden, greift der Kunde auf ein Konkurrenzprodukt zurück oder revidiert seine Kaufentscheidung. Dieser Trend wird sich auch 2017 noch fortsetzen, was wiederum dazu führt, dass die Komplexität im Produktionsbereich zunimmt. Bei einer Trendumfrage 2016 der Bundesvereinigung Logistik (BVL) wurde dies auch als eine der Hauptherausforderungen von Unternehmen im produzierenden Sektor genannt.

Die Zukunft wird folglich so aussehen, dass die Prozesse noch skalierbarer und vernetzter umgesetzt werden müssen und starre Produktionsprozesse nahezu vollständig verdrängt werden. Das hat auch großen Einfluss auf die Gestaltung der Lieferketten, die auch dazu beitragen müssen die Komplexität beherrschbar zu machen und eine solch starke Marktorientierung zu ermöglichen. Die logische Konsequenz ist, dass die Kommunikation innerhalb der Lieferkette und den beteiligten Stakeholdern noch erhöht wird und technologische Lösungen zum Einsatz kommen, um dies zu gewährleisten.

10) Mobiles Wachstum

Supply Chain Trends 2017 Mobile App

Der letzte Vertreter der Supply Chain Trends 2017, der in dieser Zusammenstellung Erwähnung finden soll, ist das mobile Wachstum. Eingesetzte, mobile Applikationen finden auch im Supply Chain Bereich zunehmend Verwendung. Das hängt auch damit zusammen, dass Daten immer unkomplizierter und schneller verfügbar sind, beispielweise durch RFID. Die zuständigen Mitarbeiter für Lager, Logistik und Supply Chain können dann problemlos ortsunabhängig auf die von ihnen benötigten Daten zurückgreifen. In der Regel sogar nicht nur auf die „Rohdaten“, sondern auf Daten in aggregierter Form mit individuellen Ansichten und grafischen Visualisierungen. Somit können Entscheidungen viel schneller getroffen werden und beispielweise auch Benachrichtigungen, Alarme oder Bestandsinformationen in Echtzeit kommuniziert werden, ganz einfach auf das mobile Endgerät wie Smartphone oder Tablet.

Ein Schlagwort, dass damit eng in Verbindung steht, ist „Simplicity-as-a-Service“: Software-Anbieter gehen dazu über, nicht allein sich darauf zu konzentrieren, User-Interfaces intuitiv und einfach benutzbar zu machen, sondern suchen verstärkt nach Möglichkeiten, den Kunden einen Mehrwert zu bieten, indem zusätzliche Möglichkeiten zur Optimierung, Simulation oder Analytik in die Software integriert werden. Auch soll für potentielle Kunden das Risiko minimiert werden von zu hohen Kosten und Resourcenauslastungen, weshalb die meisten Software-Anbieter ihre Geschäftsmodelle dahingehend ändern, die Lösungen cloudbasiert und als SaaS anzubieten bzw. eben solche mobilen Applikationen mit in ihr Portfolio aufzunehmen. Dieser Trend wird sich auch 2017 noch weiter etablieren und Einfluss auf alle Geschäftszweige haben, nicht nur auf den SCM Bereich.

Fazit Supply Chain Trends 2017

Nun haben Sie einiges an Supply Chain Trends 2017 kennengelernt, mit denen Sie bestimmt noch dieses Jahr vermehrt in Verbindung kommen werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass vor allem die steigende Komplexität der Lieferketten eine treibende Kraft sein wird, die Einfluss auf die neuen Technologien und Innovationen im Supply Chain Umfeld haben wird. Geeignete Unternemens-Software, die alle Partner der Supply Chain lückenlos vernetzt, die Entscheidungsgeschwindigkeit erhöht und die Flut an Daten in geeigneter Form verarbeiten und präsentieren kann, wird eines der maßgeblichen Themen sein, das 2017 diskutiert wird.


Wenn Sie über die wichtige Thematik Unternehmens-Software mehr erfahren möchten, speziell wie Sie Ihre Strategie und Prozesse für 2017 optimal wappnen, dann empfehlen wir Ihnen folgenden, kostenfreien Ratgeber. Darin wird konkret das Thema behandelt, wann man als Unternehmen auf ein ERP-Add-On zurückgreifen sollte und wann es andernfalls Sinn macht, das bestehende ERP-System zu ersetzen:




ERP erweitern