Hoher Lagerbestand: Das sollten Sie wissen

Lesezeit: 4 Min

Tags: Blog, Einkauf & Nachschub, Lagerbestandsoptimierung

Dominik Seidel   12 August 2016


Man in warehouse doing inventory control analysis

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Problematik vieler Unternehmen
  2. Zu hoher Lagerbestand: Nachteile überwiegen
  3. Hoher Lagerbestand: Das unterschätzte Risiko
  4. Hat ein hoher Lagerbestand auch Vorteile?
  5. Herausforderungen des Markts
  6. Die Lösung: Digitale Lagerbestandssoftware

Die Problematik vieler Unternehmen

Bei kleinen und mittelständischen Betrieben ist es nachvollziehbar, wenn hohe Lagerbestände keine angemessene Beachtung finden. Oft fehlen Zeit und Personal, um sich der Thematik detailliert anzunehmen. Erstaunlich ist, dass auch große Konzerne mit ähnlichen Problemen kämpfen. Tatsächlich treten Diskrepanzen über hohe Lagerbestände bei Unternehmen aller Größen und Branchen auf. Gemeinhin warten dabei beide Seiten mit guten Argumenten auf, bringt doch ein hoher Lagerbestand Nachteile und Vorteile mit sich. Vielleicht haben auch Sie selbst sich schon gefragt: Wer hat nun Recht? Gibt es überhaupt die allgemeingültige Antwort auf Schwierigkeiten mit hohen Lagerbeständen? Die Vielschichtigkeit der Gesamtproblematik erschließt sich erst nach genauerem Hinsehen.

Zu hoher Lagerbestand: Nachteile überwiegen

Oberflächlich betrachtet scheinen die negativen Auswirkungen auf der Hand zu liegen. Ein hoher Lagerbestand lässt besonders vorratsintensive Betriebe unter der Kostenbelastung stöhnen. Beispielsweise wird viel Lagerpersonal benötigt, wodurch sich nicht nur die Ausgaben für Löhne und Gehälter, sondern ebenso für Lohnnebenkosten rasch summieren. Zusätzlich fallen Mehrkosten für die Personalverwaltung an. Doch auch die Lagerräume selbst erzeugen Kosten für Miete, Energie und Wasser, Instandhaltung, Wertverlust der Einrichtung, Erweiterung der Lagermöglichkeiten, Verzinsung eingebrachten Kapitals, Versicherungen und Reinigung. Dabei sorgt auch ein hoher Lagerbestand selbst für Belastungen, die hier noch nicht berücksichtigt sind. Immense Beträge toten Kapitals, die dafür anfallenden Zinsen und ein Mangel an Liquidität ergeben weitere hohe Einbußen. Und selbstverständlich fallen für die Ware, seien es Fertig- oder Zwischenprodukte, ebenfalls Versicherungsprämien an. Bedenken Sie daneben jedoch auch Faktoren, die kaum greifbar sind.

Hoher Lagerbestand Bestandsmanager kalkuliert Bestandslevel im Lager

Hoher Lagerbestand: Das unterschätzte Risiko

Verderb, Überlagerung, Veraltung, Beschädigung, enormer Inventuraufwand und Diebstahl – all diese Verluste lassen sich höchstens in grober Näherung beziffern. Schlimmer noch: Aus jeder dieser Komponenten können weitere Ausgaben resultieren. Videokameras wegen diebischer Kollegen oder Lieferanten, Mehrarbeit im Werkschutz, Krankheitskosten durch überdurchschnittlich viele Mitarbeiter unter starker körperlicher Belastung – die Liste nimmt kein Ende. In einer solchen Situation laufen Sie ständig Gefahr, die Übersicht zu verlieren. Ein hoher Lagerbestand birgt gravierende Risiken, die selbst erfolgreiche Unternehmen unerwartet in Schieflage bringen können.

Hat ein hoher Lagerbestand auch Vorteile?

Die Lagerwirtschaft stellt einen ständigen Balanceakt zwischen zwei gegensätzlichen Zielen dar: Einerseits wird eine Minimierung der Kosten, andererseits permanente Liefer- bzw. Handlungsfähigkeit angestrebt. Um beiden Aspekten gerecht zu werden benötigen Sie Verwaltungsmethoden, die Ihnen jederzeit den Überblick über Ihren Lagerbestand ermöglichen. Anhand der Berechnung und Auswertung Ihrer Supply Chain Kennzahlen werden Sie erkennen, dass auch ein hoher Lagerbestand durchaus positive Seiten hat. Kommen unerwartete Großaufträge herein, können Sie diese aus Ihrem Bestand zügig bedienen. Ihre Kunden werden zufriedengestellt und behalten die schnelle Abwicklung sicherlich in guter Erinnerung. Oft zieht diese Tatsache Folgeaufträge nach sich und wird zur Grundlage langjähriger Geschäftsbeziehungen. Absagen sowie Ärger durch Lieferverzögerungen bleiben Ihnen erspart. Zudem kaufen Sie dank Ihrer Lagerkapazitäten meist in größeren, rabattierten Mengen ein. Gleichzeitig geben Sie nur einen relativ geringen Anteil für Lieferkosten aus – im Gegensatz zu hohen Lieferkosten bei häufigen Mindermengenbezügen. Ist der Bestand zu niedrig angesetzt, drohen also ebenfalls Probleme. Bleibt die Kernfrage, wie sich der Widerspruch zwischen Lagerkostenminimierung und Lieferfähigkeit überbrücken lässt.

Herausforderungen des Markts

Im Geschäftsalltag gestaltet sich nicht nur das Austarieren des Lagerbestands schwierig. Als Unternehmen sehen Sie sich auch dank äußerer Einflüsse manchem Prüfstein gegenüber. Zwar hat sich der Bestellablauf durch die Onlineanbindung sehr vereinfacht, doch es drohen andere Hindernisse, auf die Sie keinen Einfluss haben. So ächzt die Logistikbranche unter der Last einer unzureichenden Lastverkehrsinfrastruktur, die durch Umwege und Wartezeiten den Warentransport behindert. Beim Aufbau der Lieferketten – sogenannter Supply Chains – zwischen Lieferanten, Großhändlern und Abnehmern sind daher exakt abgestimmte Prozesse gefragt. Denn ein hoher Lagerbestand und damit hohe Kosten sollen unbedingt vermieden werden. Moderne Distributionsabläufe beschleunigen den Warenumschlag. Der Wettbewerbsdruck steigt. Flexible Lösungen wie Just-in-time-Produktion oder mobile Container-Kleinfabriken am Ort des Geschehens erreichen schon jetzt eine neue Ebene der Nachschubversorgung. Angesichts solcher Konkurrenz investieren erfolgreiche Unternehmen in IT-Lösungen, mit deren Hilfe Bestellabläufe automatisiert werden können. Doch wer behält den technischen Fortschritt im Auge? Wer kann fachkundig einschätzen, wohin sich der Trend zukünftig bewegt? Schließlich scheint das Entwicklungspotential noch lange nicht ausgeschöpft zu sein. Da kaum ein Unternehmen diese Aufgaben aus eigenen Ressourcen bewältigen kann, ist Unterstützung durch hochspezialisierte IT-Partner zunehmend gefragt.

Die Lösung: Digitale Lagerbestandssoftware

Die Lösung der geschilderten Probleme Hoher Lagerbestand Software zur Bestandsoptimierung liegt in verbesserter Lieferfähigkeit bei gesenktem Lagerbestand. Erreichen können Sie diesen Idealzustand langfristig wohl nur durch moderne Lagerhaltungssoftware. Systeme wie EazyStock senken durch die Ermittlung bedarfsgerechter Bestellmengen Ihren Lagerbestand um bis zu 50% – bei gleichzeitiger Verbesserung der Produktverfügbarkeit dank exakter Planung und optimierter Lagerauffüllung. EazyStock verringert durch die Automatisierung der Bestellparameter Ihren Planungsaufwand um 30 bis 60 Prozent. Ihre Beschaffungs- und auch Lieferkosten werden gesenkt – und Ihr Lieferrückstand ebenfalls. Software wie EazyStock gewährt Ihnen jederzeit den vollen Einblick in Ihre Supply Chains – an jedem Lagerstandort. Insgesamt erlangen Sie so anhand von Auswertungen und Nachfragevorhersagen die Kontrolle über sämtliche Prozesse. Mit dem Einsatz digitaler Lagerbestandssoftware gehört zu hoher Lagerbestand schnell der Vergangenheit an. Sie macht sich zudem meist bereits nach kurzer Einsatzzeit bezahlt.

Haben Sie sich nun entschlossen, eine Reduzierung der Bestände evaluieren zu wollen, dann sollten die folgenden 5 Faktoren beim Senken der Lagerbestände unbedingt berücksichtigt werden, um Kosteneinsparungen zu erzielen:




White Paper : 5 Möglichkeiten Lagerkosten zu senken