Supply Chain Trends 2016 – Alles auf einen Blick

Lesezeit: 4 Min

Tags: Blog, Branchen-Neuigkeiten, Lagerbestandsoptimierung, Technologie, Tipps & Tricks

Daniel Fritsch   7 Januar 2016


Supply Chain Trends 2016

Inhaltsverzeichnis

  1. Industrie 40
  2. Agiles Management
  3. Now-Delivery
  4. Smarte Systeme
  5. Digitale Lagerbestandsoptimierung
  6. Supply Chain Trends 2016 - Ausblick

„Weil Zeit heute zum Wettbewerbsfaktor Nr. 1 geworden ist, muss man das Gras wachsen hören. Wer auf gesicherte Erkenntnisse wartet, kann sich höchstens noch mit anderen Zauderern um die Krümel streiten.“ – BILL GATES

Trends in jeder Form sind für jede Branche extrem wichtig und sollten nicht ignoriert werden. So auch im Supply Chain Management. Dieser Artikel informiert Sie über die Entwicklungen und Trends im Jahr 2016, so dass die eigenen Strategien angepasst und mit den Supply Chain Zielen vereinbar bleiben.

UPDATE: Werfen Sie einen Blick in unseren neuen Artikel, zu den Supply Chain Trends 2017.

Industrie 4.0

Wenn es um Supply Chain Trends 2016 geht, dann ist dieser alphanumerische Begriff „Industrie 4.0“ inzwischen beim Management in aller Munde und meint eine durch globale Vernetzung und „intelligente“ Technologie hervorgerufene vierte industrielle Revolution. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) suchen allerdings noch nach angemessenen Vorgehensweisen und realisierbaren Antworten auf die Kosten-Nutzen-Frage. Dass es ohne Veränderungen kein Wachstum bei der Wertschöpfungskette gibt und dass Stillstand Rückschritt bedeutet, gehört inzwischen zum Grundwissen jedes Kaufmanns, jedes Managers und jeder Unternehmensleitung. Doch allgemeine Parolen wie „DO OR DIE!“ klingen zwar dynamisch, erwiesen sich aber in der Praxis als wenig hilfreich bei der Einführung verbesserter neuer Technologie-Generationen, welche zu den Supply Chain Trends 2016 gehören.
Die gern „Sofortness“ genannte digitale Ungeduld braucht genauso ihre Bremsen und Lenkräder wie die Pferdestärken der Formel Eins.

Agiles ManagementSupply CHain Trends 2015 - Management Gruppe im Anzug

2015 lag Lean Management voll im Trend, das „schlanke Management“. Dies wurde inzwischen ergänzt durch Erkenntnisse, dass die Erfahrung der Mitarbeiter zum wertvollsten Kapital eines Unternehmens gehört und zum anderen jeder Tag neue Herausforderungen und neue Dimensionen mit sich bringt.
Deshalb gehört zu den Supply Chain Management Trends 2016 das „agile Management“ als Lösung des Problems der erstens sich ständig steigernden Komplexität und der zweitens täglich zunehmenden Individualisierung. Hier genügt das Lean-Konzept der „Verschlankung“ nicht mehr den Anforderungen, sondern die Prozesse und interaktiven Organisationsstrukturen müssen so flexibel gestaltet sein, dass bei unvorhersehbaren Ereignissen durch Supply Chain Strategien sofort effektiv agiert und reagiert werden kann. Die Möglichkeit der blitzschnellen Entscheidungsfindung durch agiles Management zählt zu den wichtigsten Supply Chain Management Trends für 2016

Now-Delivery

In der Speditionslogistik benutzte man schon immer gern das Kürzel „asap“ = „as soon as possible“ bzw. „so schnell wie möglich“; dieser Begriff bestimmte – Terminlieferungen ausgenommen – das alltägliche Betriebsgeschehen im Gütertransport. Besonders eilige EXPRESS-Sendungen kosteten entsprechend mehr.
Dann kam die Zusage der Über-Nacht-Lieferung am nächsten Tag, begünstigt durch den „Nachtsprung“ der Bahn mit Güterzügen und für Briefe bei der Post heute noch üblich.
Zu den Supply Chain Trends 2015 gehörte die Same-Day-Delivery, die Lieferung am gleichen Tag.
Diese Logistik hat sich noch gar nicht überall flächendeckend umsetzen lassen, trotzdem gibt es bei den Supply Chain Trends 2016 schon eine Steigerung: die Now-Delivery innerhalb von drei Stunden.

Smarte SystemeSUpply Chain Trends 2016 - Businessman mit Stift

Lernfähige informationstechnische Systeme und andere Weiterentwicklungen künstlicher Intelligenz in der Logistik sind führende Supply Chain Trends 2016.
Dazu gehört auch „Augmented Reality“, „erweiterte Realität“, die Ergänzung der wahrgenommenen Wirklichkeit durch digitale Informationen. Datenbrillen in der Lagerwirtschaft sind dafür ein gutes Beispiel. „Pick-by-Vision“ heißt diese Technologie, d.h. im Hochregallager laufen die Mitarbeiter mit Datenbrillen durch die Gänge und haben dadurch den Auftrag für den nächsten Zugriff schon im Blick. Bei Pionieren dieser Supply Chain Trends 2016 schrumpften die Zeiten der Mitarbeiter (Kommissionierer) im Hochregallager für das Auffinden, Entnehmen, Kontrollieren, Abbuchen und Verpacken eines Artikels („Totzeiten“ bzw. Nebenzeiten) um bis zu 20%.
Diese erfolgreiche Prozessoptimierung im Lager ist ein weiterer Fortschritt in Richtung „Smart Warehouse“ und „Smart Factory“, zwei Zielvorgaben, die ebenfalls zu den Supply Chain Trends 2016 gehören.
2015 wurde noch viel darüber nachgedacht, ob die Lieferkette sich verbessern lässt durch vollautomatisch gesteuerte Lastkraftwagen. Die Supply Chain Trends 2016 gehen da schon mehr ins Detail, sehen die Zukunft aber eher im teilautonomen Gütertransport auf den Straßen. Der Daimler-Vorstand glaubt, dass sich diese Form des Fahrens in zehn Jahren auf Europas Straßen durchgesetzt haben wird.

Digitale Lagerbestandsoptimierung

Durch das erhöhte Wettbewerbsumfeld und der wachsenden Bedeutung nach perfekten Lagerhaltungsstrategien, suchen immer mehr Unternehmen nach einem Weg, den Lagerbestand zu optimieren. Die Hauptaufgabe ist dabei Lagerhaltungskosten möglichst gering zu halten, aber dennoch eine hohe Produkt-Verfügbarkeit aufrechtzuhalten. Vielen Unternehmen fehlt dafür jedoch der nötige Überblick bzw. Technologie, da die weitverbreiteten ERP Systeme dies nicht alleine lösen können. Ein neuer Markt an Lösungen zur Bestandsoptimierung kristallisiert sich heraus, mit welchen das Lagerbestandsmanagement auf ein neues Niveau gesetzt werden kann. Diese Systeme verfügen über mathematische Algorithmen, die den Bestand permanent messen, Saisonalitäten und Trends aufspüren, um somit stets das richtige Produkt auf Lager zu halten. Bestellungen können automatisch anhand der Stufe des jeweiligen Produktlebenszykluses gestätigt werden, so dass sichergestellt werden kann, dass keine Lagerausverkäufe von nachgefragten Produkten entstehen. Dadurch können letzten Endes Kapitalkosten im Lager reduziert und die Beschaffungsplanung optimiert werden.

Supply Chain Trends 2016 – Ausblick

Die Politik denkt noch weiter in die Zukunft als der Daimler-Vorstand und geht davon aus, das sich bis 2025 die Produktivität durch künstliche Intelligenz jährlich um 90 bis 150 Milliarden Euro steigern lässt.
Diese Hausnummer lässt sich jedoch nicht allein durch den vermehrten Einsatz von Robotern und Drohnen erreichen, die ebenfalls zu den Supply Chain Trends 2016 zählen. All diese „klugen“ Maschinen brauchen eine Steuerung, die Entscheidungen über ihren optimalen Einsatz trifft. Deshalb kommen auch die diesjährigen Trends letztendlich nicht ohne Menschen aus, die bei jeder Lieferung gezielt auf Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen. Von den Kunden kommt immer noch das Geld in der Wertschöpfungskette, deshalb steht wie immer die Kundenzufriedenheit auch bei den Supply Chain Trends 2016 ganz obenan.

Ein weiterer Trend, der laut Gartner potenziell erhebliche Auswirkungen auf alle Aspekte der IT haben kann, ist das Cloud Computing. Detaillierte Informationen darüber, warum Bestandsplanung und –optimierung in die Cloud gehören, können Sie dem folgenden Whitepaper entnehmen:
 





White Paper : Warum Bestandsplanung in die Cloud gehört