Supply Chain Strategien: Alles was man wissen sollte

Lesezeit: 4 Min

Tags: Blog, Lagerbestandsoptimierung, Tipps & Tricks

Daniel Fritsch   7 September 2015


Supply Chain Strategien Kennzahlen

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition von Supply Chain Strategien
  2. Supply Chain Management (SCM
  3. Supply Chain Management Strategien
  4. Voraussetzungen für Supply Chain Strategien
  5. Ergebnisse

Definition von Supply Chain Strategien

Wenn wir als Beispiel einen Silberlöffel nehmen, dann umfassen Supply Chain Strategien im weitesten Sinne die Gesamtheit betriebswirtschaftlicher Entscheidungen in der Lieferkette vom Silberbergwerk bis zum Käufer des Löffels, der sich möglicherweise einen ganzen Besteckkasten nach Hause liefern lässt. ― Wir müssen ehrlicherweise zugeben, dass bei Supply Chain Strategien zwar alle Fachleute wissen, was gemeint ist, doch bis jetzt gibt es noch keine endgültige Definition dafür, die sich allgemein durchgesetzt hätte.
Wesentliche Unterschiede ergeben sich schon durch die grundsätzliche Fragestellung, ob das Lieferkettenmanagement vom Lieferanten ausgeht und etwa dazu dienen soll, ein Produkt möglichst günstig saisongerecht in die Regale und das Schaufenster des Einzelhandels zu bringen (Just In Time), oder ob von einer Bestellung des Endkunden ausgegangen wird und daraufhin einzelne Produzenten überhaupt erst in die Gänge kommen. Für den innerbetrieblichen Materialfluss wurde diesbezüglich in Japan das Kanban System entwickelt, das vom Bedarf der letzten Produktionsstufe ausgeht und große Flexibilität erfordert.
Weil das Hauptziel jedes Unternehmens darin besteht, Gewinn zu erzielen, ist man sich immerhin einig, dass Supply Chain Strategien der Optimierung der Wertschöpfungskette dienen. Von daher spielen die wissenschaftlichen Feinheiten in der Praxis eine untergeordnete Rolle, denn das Geldverdienen ist auch ohne theoretische Klimmzüge schon schwer genug.
Supply Chain Strategien zu entwickeln ist Aufgabe des Managements.

Supply Chain Management (SCM)

Mit dem Supply Chain Management will jede Unternehmung die Lieferkette optimieren bei der Bereitstellung von Produkten oder Dienstleistungen für den Endkunden. Zu diesem Zweck werden betriebswirtschaftliche Strategien entwickelt und umgesetzt, die den Prozess des Flusses der Güter, Werte und Informationen so steuern, dass ein möglichst gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis erreicht wird.
Damit sind wir wieder bei weder kriegerisch noch spielerisch gemeinten unternehmerischen Supply Chain Strategien angelangt, bei dem exakt geplanten Einsatz vorhandener Ressourcen und Netzwerke von der Rohstoffgewinnung bis hin zum Endverbraucher.

Supply Chain Management Strategiensupply chain strategien: Dart Pfeil

Im Gegensatz zur reinen Logistik verwalten und organisieren Supply Chain Management Strategien zusätzlich zum Transport und Materialfluss auch die einzelnen Prozesse bei der Auftragsabwicklung, dem Geldfluss und die optimale Bestellmenge. Supply Chain Management Strategien sorgen für die reibungslose Kommunikation auf den verschiedenen Stufen der Produktionsplanung, der Beschaffungsplanung und des Marketings. Dadurch werden die Kosten und der Kapitaleinsatz im gesamten Bereich der Lieferkette so gering wie möglich gehalten bzw. optimiert, denn eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Ein teurer Express-Transport, der nötig wird, weil Produktionstermine von Zulieferbetrieben nicht aufeinander abgestimmt wurden, kann die ganze Gewinnspanne kaputtmachen. Um das Beispiel mit dem Silberlöffel aufzugreifen: Wenn ein Praktikant die Bestellung unvollständig übermittelt und dadurch zwar das Silberbesteck rechtzeitig da ist, aber der repräsentative Besteckkasten per Luftfracht nachgeliefert werden muss, um den Termin einzuhalten, dann wird aus der schwarzen eine rote Zahl.
Funktionierende Supply Chain Management Strategien reagieren sofort angemessen auf Störungen im Betriebsgeschehen bei der Lieferkette und versorgen jede Schnittstelle mit planungsrelevanten Informationen. Durch rechtzeitigen, heute fast immer papierlosen Datenaustausch können Supply Chain Strategien zeitnah geändert und wirtschaftliche Verluste vermieden werden.

Voraussetzungen für Supply Chain Strategien

Effektive Supply Chain Strategien sind überhaupt erst möglich geworden durch die elektronische Datenverarbeitung. Doch trotz einer geradezu gigantischen Entwicklung der Informationstechnologie in allen Bereichen gilt häufig auch noch in der Industrie die alte Bauernregel: „Mit Computer geht alles schneller ― es dauert bloß länger.“ Und besonders lange dauert es bei komplexen Systemen, wenn die Informationsverarbeitung nicht klappt.

1. Good Will bei allen Partnern und vertrauensvolle Zusammenarbeit nach dem Motto: „Was uns eint, ist der Umsatz.“
2. Reibungsloser Datenaustausch zwischen den einzelnen Gliedern der Supply Chain, sonst lässt sich keine Lieferkette optimieren.

ErgebnisseSupply Chain Strategien: Mann mit Chart

Laut Umfragen in den Chefetagen sowie aktuellen Supply Chain Trends gehören Supply Chain Strategien seit der Jahrtausendwende zu den beliebtesten Management-Systemen. Dies liegt darin begründet, dass es sich gegenwärtig keine Unternehmung mehr leisten kann, ohne Netzwerk zu wirtschaften. Geschäftsbeziehungen waren schon immer wichtig, doch heute in Zeiten zunehmender globaler Komplexität ist Vitamin B das A und O. Die Weitergabe von Informationen entscheidet über Gewinn und Verlust und lässt Aufträge überhaupt erst akquirieren.
Bei einem einzigen Auftrag soll es natürlich nicht bleiben – jede Firma wünscht sich, dass kein Produkt zurückkommt, weil ein falsches Teil kaputt zu spät geliefert wurde, sondern dass der Kunde zurückkommt, weil er zufrieden ist.
Eine erfolgreiches System, um dieses Ergebnis zu erreichen, besteht im exakten und flexiblen Planen, Steuern und Kontrollieren der gesamten Wertschöpfungskette. Dieses System heißt Supply Chain Strategien und fasst alles zusammen, was das Management an Werkzeugen zu bieten hat: Supply Chain Management Grundlagen, Strategien, Instrumente und Controlling.

Ein wichtiger Teil, der bei jeder Supply Chain Strategie beinhaltet sein sollte, ist ein geeignetes Management des Lagerumschlags. Dadurch kann nämlich erreicht werden, dass der Bestand reduziert werden kann bei einer gleichzeitigen Erhöhung des Service Levels. Das nachfolgende Whitepaper thematisiert diese Aspekte im Detail:




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