ERP-System Vs. Lagerverwaltungssystem

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Tags: Blog, Tipps & Tricks

Daniel Fritsch   27 Mai 2015


Manager mit Scanner zur Warenerfassung

Inhaltsverzeichnis

  1. Bedeutung ERP-System
  2. Bedeutung Lagerverwaltungssystem
  3. Warum weder ein ERP noch ein Lagerverwaltungssystem für die Bestandsoptimierung ausreichen

Wenn Sie in der Supply Chain Management Industrie arbeiten, ist es wichtig den Unterschied zwischen einem Enterprise Resourcing Planning-System (ERP) und einem Lagerverwaltungssystem (engl.: Warehouse Management System, kurz: WMS) zu verstehen.

Denn obwohl viele von den heutigen ERP Systemen ein stark eingebundenes Lagerverwaltungssystem haben, gibt es noch viele ältere ERP Versionen oder eigene entwickelte Systeme, die nur begrenzt Zugriff auf Lagerverwaltungssysteme haben. Oftmals garantiert die Instandhaltung von ERP sowie WMS Systemen an einem gemeinsamen Ort keine optimierte oder effiziente Lieferkette.

Viele Unternehmen installieren ein Bestandsverwaltungssystem unabhängig von Ihrem ERP, um Warenhausaktivitäten zu verwalten. Leider führt diese Praxis zu Datenlöchern, was zu einer großen Komplexität und Verwirrung in der Lieferkette führt. Lassen Sie uns einen tieferen Blick auf die Unterschiede zwischen ERP und WMS werfen, um besser zu verstehen was jedes System in der Lieferkette macht.

Bedeutung ERP-System

Ein ERP-System ist eine Geschäftsverwaltungssoftware, wie zum Beispiel das CANIAS ERP oder Infor ERP, welche von Herstellern und Händlern genutzt wird. Der Begriff ERP hat sich die letzten Jahrzehnte entwickelt und ist der als Oberbegriff für viele weitere Systeme, wie Materialplannung (MRP) oder viel mehr als Herstellungsbedarfsplanung (MRP II) bekannt. Somit ist es dazu gekommen, dass das ERP Konzept eine Vielzahl von Systemen repräsentiert, die viel weiter als die bloße Verwaltung von hergestellten Gütern reichen.

Traditionelle ERPs helfen Unternehmen dabei sich auf folgende Geschäftsaktivitäten zu konzentrieren:

  • FinanzenLagerverwaltungssystem Arbeiter
  • Abarbeitung von Bestellungen, Logistik
  • Verkauf, Marketing, Kundenbetreuung
  • Herstellungsprozesse & Qualitätskontrolle
  • Serviceverwaltung
  • Budgetierung und Vorhersagen
  • Mitarbeiter
  • Gehälter

Speziell auf die Lieferkettenindustrie bezogen werden die meisten ERP Systeme genutzt, um Daten von den verschiedenen Geschäftseinheiten innerhalb der Organisation zu sammeln, speichern, verwalten und interpretieren. ERPs sind typischerweise Lösungen, durch welche viele Investments für Hardware, Software, IT Systeme benötigt werden und ständig Wartungskosten für Systemupdates entstehen.

Trotz der hohen Preise fehlen sowohl einem ERP-System als auch einem Lagerverwaltungssystem kritische Funktionalitäten, um optimierte oder knappere Bestandsverwaltungsprozesse zu unterstützen. Mit traditionellen ERPs Bestandslevel effektiv zu verwalten und währenddessen eine optimale Bestellhäufigkeit zu erreichen, ist sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich.

Bedeutung Lagerverwaltungssystem

Ein Lagerverwaltungssystem ist ein Bestandsver, welches darauf abzielt, die Bewegungen und Lagerung von Materialien an einem oder mehreren Lagerstandorten zu kontrollieren. WMS Systeme verarbeiten ein- und auskommende Transkationen, was auch den Versand, Erhalt, die Bestandsverteilung, Bestellungsaufnahme und Erfüllung miteinbezieht.

Ein Lagerverwaltungssystem beobachtet den Progress der Produkte durch das Warenlager. Features sind:

  • Bestandsortübertragung
  • Bestellungsaufnahme & Order Picking & Ausführungsverwaltung
  • Warenlager-Kapazitätsverwaltung
  • Radio Frequency (RF) Fähigkeit zur Datenverwaltung
  • Übergreifende Datenübertragungsverwaltung
  • Put-Away und Auswahloptimierung
  • ABC Klassifizierung
  • Einsatz von Arbeitern

Noch genauer bedeutet dies, dass Bestandsverwaltung die Annahme, Lagerung und Bewegung von Waren (grundsätzlich Fertigprodukte) miteinbezieht, um Lagerorte in dem Warenlager zu verbinden. In dem Multi-Echelon Modell der Verteilung gibt es eventuell mehrere Lagerlevel, bei welchen der Bestand basierend auf der Nachfrage klassifiziert wird.

Sogar mit allen oben genannten fortgeschrittenen Bestandsverwaltungsfähigkeiten, werden WMS Systeme trotzdem nicht dazu fähig sein, Supply Chain Manager bei der Optimierung der Bestandslevel ihrer Warenlager zu helfen. Überbestand und Altbestand sind immer noch wichtige und teure Herausforderungen für Bestandsverwalter. Ähnlich wie ERP Systeme, sind Bestandsverwaltungssysteme traditionell ebenso on-premise Lösungen, durch welche große Anfangskosten bei der Einführung entstehen und eine ständige Aufrechterhaltung in Bezug auf die Systeminfrastruktur benötigt wird.

Warum weder ein ERP noch ein Lagerverwaltungssystem für die Bestandsoptimierung ausreichen

Trotz einer Integration von fortgeschrittenen ERP und WMS Systemen, gelingt es den meisten Unternehmen, welche große Bestände besitzen, keine optimierte Bestandslevel zu entwickeln. Zum Beispiel sind ERP Systeme sehr gut darin, basierend auf den präferierten Zulieferern im System minimale und maximale Bestelllevel festzulegen.Iphone 5 en

Hierbei ist das große Problem, dass minimale und maximale Wiederbestellungspraktiken normalerweise nicht die Kundennachfrage für jede individuelle SKU im Warenlager berücksichtigen. Außerdem werden auch Produkte und andere Nachfragevariablen nicht beachtet, was wiederum zu schlechten Vorhersagemethoden der Bestandsplaner führt.
Bestandsverwalter haben oftmals Probleme mit großen Mengen an Überbeständen, welche dem Unternehmen Geld kosten oder sie kämpfen mit maximalen Wiederbestellungsmengen, welche nicht genügend Sicherheitsbestände bzw. Mindestbestand besitzen, was wiederum zu Lieferrückständen oder verlorenen Verkäufen führt.

Eine Bestandsverwaltungssoftware, wie z. B. EazyStock, ist Cloud-basiert, was bedeutet, dass sie keine teuren Implementierungen benötigen. Zusätzlich können Optimierungslösungen Bestandsverwaltern dabei helfen, Bestände intelligenter entlang der Lieferkette zu verwalten.

  • Einfach Überbestandslevel identifizieren und reduzieren
  • Veralteten Bestand entdecken und vom Warenlager entfernen
  • Automatisch dynamische Nachfragevorhersagen kalkulieren
  • Automatisch optimierte Orderlevel für Nachbefüllungen kalkulieren
  • Analyse der historischen Nachfrage für jedes SKU innerhalb des Warenlagernetzwerkes
  • Reduzierung von unnötigen Bestandskosten um bis zu 30%

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