Lieferkette optimieren: 4 Leistungsindikatoren

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Tags: Blog, Lagerbestandsoptimierung

Daniel Fritsch   12 März 2015


Lieferkette optimieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Lieferkette optimieren - Bedeutung
  2. Systematisch Vorhersagen, Planungen und Wiederauffüllungen in der Lieferkette optimieren kann

Lieferkette optimieren – Bedeutung

Der Bestand ist ein Maßstab Ihrer ganzen Lieferkette bzw. Supply Chain. Lieferkette optimieren bedeutet demnach, den Bestand im eigenen Lager richtig zu verwalten, da er die Agilität und Profitabilität der gesamten Lieferkette wiederspiegelt. Jede Organisation, die große Lagerbestände bereithalten muss, leidet unter Überbeständen. Diese binden wiederrum Kapital und schaden der Profitabilität. Einige Unternehmen haben zudem große Mengen an veralteten Beständen in ihrem Lager, was sich noch schlimmer auf die Buchhaltung auswirkt.

Die einzige nachhaltige Methode zur Bestandsreduzierung, ist die eigene Lieferketten-Prozesse zu verbessern. Um dies umzusetzen, braucht das Unternehmen einerseits einen ganzheitlichen Blick auf die Lieferkette und andererseits müssen die Mauern zwischen Ihren Abteilungen „weggerissen“ werden.

Vertreiber und Hersteller, die ein Auge auf die folgenden 4 Leistungsindikatoren (KPIs) werfen, werden die eigene Lieferkette optimieren und effektiv Bestände reduzieren können:

  1. Service-Ziellevel: Service-Ziellevel messen die Performance des Bestandssystems. Bestimmte Bestellzielraten werden definiert und das Service-Level gibt dementsprechend den Anteil wieder, zu dem die Ziele erreicht werden sollen. In Bezug auf Bestandsverwaltungs-KPIs sollte man den Anteil von Kunden, welche unter keinem Fehlbestand leiden, genauer beobachten. Wenn man das Service-Level für jedes gelagerte Teil innerhalb der eigenen Lieferkette kennt, kann man der Kundennachfrage gerecht werden und die Kunden zufrieden stellen.
  2. Gebundenes Kapital im Lager: Man sollte sich immer bewusst sein, wie viel Kapital im eigenen Lager gebunden ist. Daher ist es notwendig, eine gute Balance innerhalb der A klassifizierten Produkte zu haben, da dies schnell bewegliche Produkte mit hohem Volumen sind. Durch B und C klassifizierte Produkte haben Unternehmen mehr Spielraum zum Experimentieren und können mit geringeren Bestandsmengen gesamte Kapitalanlagen reduzieren. Wenn man Kapital durch die Verringerung von B oder C Level Produkten reduzieren kann, ist es wiederum möglich Kapital für andere Geschäftsbereiche mit hoher Priorität (z.B. Marketing Aktivitäten, F&E für neue Produktinnovationen, etc.) freizusetzen.
  3. Erholung von Lieferrückständen: Bestandsplaner müssen aufpassen, wenn sie Ihren Rückstand aufgrund fehlender Produkte verwalten. Während ein konstant hohes Level an Lieferrückstand eine starke Marktnachfrage für ein Unternehmensprodukt impliziert, entsteht jedoch ebenfalls das Risiko durch zu lange Wartelieferzeiten Bestellungen zu verlieren. In diesem Fall kann ein automatisiertes System falsche Nachbestellungszeitpunkte sowie Nachfüllungsprozesse und Opportunitätskosten durch verlorene Verkäufe, verhindern.
  4. Lieferantenperformance: Fehler in der Verwaltung und Beobachtung der Lieferantenperformance können zu fatalen Störungen innerhalb der Lieferkette, Lieferproblemen, schlechter Qualität und anderen Problemen, die der Glaubwürdigkeit des Unternehmens schaden, führen. Deshalb sollte man sicherstellen, dass die eigene Lieferanten gemessen und beobachtet wird, da diese zu den Performance Kennzahlen beitragen.

Lieferkette optimieren - Bild

Systematisch Vorhersagen, Planungen und Wiederauffüllungen in der Lieferkette optimieren kann

Es gibt mehrere Arten von technologischen Systemen und Plattformen, welche Bestandsplaner und Einkäufer bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Die von Vertreiber –und Herstellerindustrien am meisten eingesetzten Systeme sind Enterprise Resource Planning Systeme (ERP-Systeme). Hierbei ist jedoch kritisch, dass ERP Systeme nicht bei der Optimierung der Bestandsverwaltung helfen.

Es gibt drei Hauptkomponenten, die jedes Unternehmen in ihre bereits etablierten Prozesse einsetzen sollte, um das Lieferkettenmanagement optimieren zu können:

  1. Planen Sie JÄHRLICH ihre Performance-Ziele!
  2. Führen Sie MONATLICH Nachfrageanalysen und Prognoseberechnungen durch:
  3. Erstellen Sie TÄGLICHE oder WÖCHENTLICHE Nachfüllungsbestellungen

ERP Systeme wurden zur Durchführung von Prozessen, Datensammlungen und Datenaufnahmen entwickelt. Lieferkette optimieren, Bestandsplanung und Optimierungsinitiativen etablieren auf der anderen Hand den optimalen Mix zwischen Lagerinvestments und Service-Level für jedes Lagerteil an jedem Lagerstandort. Schauen Sie sich die Funktionalität Ihres ERP-Systems nochmal an und beurteilen Sie potenzielle Add-on Lösungen, welche Ihnen dabei helfen die Lagerprobleme besser zu bewältigen.

Es können riesige Einsparungspotenziale durch die richtigen Lösungen erreicht werden. Lösungen zur Bestandsplanung halten Ihre Planungsparameter auf den neusten Stand und stellen sicher, dass jeder Artikel auf die beste Art und Weise geplant und nachgefüllt wird.
In Softwarelösungen werden alle Bestandskennzahlen automatisch kalkuliert und erneuert, sodass man aktiv das Service-Level, die Entwicklung des im Lager gebundenen Kapitals, Lieferrückstände und Lagerumschlagsraten nachverfolgen kann.

Grundlegende Informationen zum Thema was ist eine Supply Chain bzw. Lieferkette optimieren können Sie auch in diesem Video sehen:

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