Wie verändert sich die Logistik in Zukunft?

Lesezeit: 3 Min

Tags: Blog, Branchen-Neuigkeiten

Daniel Fritsch   16 Februar 2015


Inhaltsverzeichnis

  1. Auf welche Faktoren muss ich als Logistiker in Zukunft achten?
  2. Fünf Fragen zur Zukunft der Logistik, Karl-Friedrich Rausch

Auf welche Faktoren muss ich als Logistiker in Zukunft achten?

[Erstveröffentlichung auf Logistik-Watchblog.de]

Die Logistik und das Supply Chain Management sind wie viele Branchen im stetigen Umbruch. Nicht nur durch den digitalen Wandel, weltweit gesehen spielen zusätzliche Faktoren eine Rolle. Logistikunternehmen die sich für die Zukunft wappnen möchten, sollten deshalb bestimmte Faktoren und Entwicklungen beachten, welche durch die Veränderung des Kundenverhaltens oder der Handelsstruktur im Allgemeinen herrühren. Das Fachmagazin Supply Chain hat unter Berufung auf die Unternehmensberatung McKinsey folgende Faktoren für die Zukunft der Logistik zusammengestellt:

Wachstum: Das Wachstum in der Logistikindustrie verändert sich. Er basiert nicht mehr wie bisher auf den Exporten von Asien nach Nordamerika und Europa. Das Wachstum der Logistik wird künftig fragmentierter, schwieriger planbar und instabiler. Demnach wird die Infrastruktur eine noch stärkere Rolle spielen, weil noch mehr Menschen in weniger Großstädten leben werden.

Flexibilität: Der schon Mantra-Artige Begriff Flexibilität wird in der Logistik in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen. Die Logistiker müssen die Wertschöpfungsketten (Supply Chain) flexibler gestalten und auf die verschiedenen Kundenwünsche eingehen können: An verschiedenen Orten mit unterschiedlichen Transportarten zu unterschiedlichen Zeiten agieren und zudem auf kurzfristige und unerwartete Änderungen eingehen.

Bild Logistik Arbeiter

Globalisierung: Große Unternehmen müssen internationaler arbeiten und auch die Schwellenmärkte in ihre Supply Chain Strategien miteinbeziehen.

Umstrukturieren: Da auch die Lohn- und Transportkosten in Asien ansteigen, werden mehr und mehr Produktionsschritte näher an den Endkunden verlagert.

Multi-Channel: Der Endkunde konsumiert immer stärker über verschiedene Kanäle, sei es online- oder offline. Logistiker müssen darauf eingehen und Multi-Channel-Strategien verfolgen.

Informationstechnik: Die Wertschöpfungsketten werden immer komplexer und dynamischer, weshalb auch die IT-Lösungen immer fortschrittlicher werden müssen.

Kontinuität: Um schnell und sicher zu liefern, muss man auf alternative Transportmodelle und Routen setzen können. Zudem werden Logistikprozesse zunehmend ausgelagert.

Nachhaltigkeit: Verbraucher achten verstärkt auf nachhaltige Produkte. D.h. langfristig muss auch die Logistik ihren Teil erfüllen und in ihren Prozessen auf nachvollziehbare nachhaltige Lösungen setzen.

E-Logistik: E-Logistik beschäftigt sich mit der zunehmenden Digitalisierung und Globalisierung und deren Auswirkung auf logistische Prozesse.

Partnerschaften: Um für die Wertschöpfungsketten innovative Lösungen aufzufinden, empfiehlt sich verstärkt eine Zusammenarbeit mit externen Logistik-Dienstleistern.

End-to-end visibility: Die gesamte Wertschöpfungskette sollte transparent gestaltet sein, um das nachfrageabhängige Planen besser gestalten zu können.

Komplexität: Sourcing-Standorte verändern sich zunehmend schnell und lassen Wertschöpfungsketten komplexer werden. Zudem werden Aufträge kleiner und fallen deshalb häufiger an.

Fünf Fragen zur Zukunft der Logistik, Karl-Friedrich Rausch


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Das Autorenprofil: Als Redakteur vom Dienst (RvD) ist Giuseppe Paletta mit der thematischen Ausrichtung des Infoportals Logistik-Watchblog betraut. Es wird vom Händlerbund betrieben, dem größten Onlinehandelsverbands Europas.